[Rezension] WIe das Leuchten von Bernstein

Was würdest du tun, wenn dein:e Verlobt:er plötzlich beschließt, auf einen Selbstfindungstrip zu gehen und euer gemeinsames Leben hinter sich zu lassen? Ich wäre wohl ziemlich geschockt. So geht es auch Marie in „Wie das Leuchten von Bernstein“.

Titel: Wie das Leuchten von Bernstein

Autorin: Nele Blohm

Verlag: Heyne

Preis: 10,99 € (Taschenbuch, Klappenbroschur)

ISBN: 978-3-453-42541-5

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Marie steht vor Scherben. Ihr Leben, das ihr bisher gut gefallen hat, ist nicht mehr so, wie es mal war. Ihr Verlobter Jan macht sich aus dem Staub, um in Südamerika zurück zu sich selbst zu finden – und kündigt gleich damit ihre gemeinsame Wohnung. Als sie dann auch noch ihr geliebtes „Blumenreich“ verliert, flüchtet sie kurzerhand zu ihrer Oma nach Hiddensee. Auf ihrer Heimatinsel kommen viele Erinnerungen hoch und die Wiedersehen mit Ole, ihrer Jugendliebe, ist distanziert und kalt. Kein Wunder, denn Marie hatte ihn vor 10 Jahren einfach verlassen, ohne nur einen Grund dafür zu nennen. Doch die Gefühle nehmen ihren Lauf…

Die Autorin Nele Blohm hat mit Marie eine wirklich sympathische Protagonistin geschaffen. Ganz besonders ans Herz gewachsen ist mir jedoch Oma Gertrud, die rüstige fast 80-Jährige, die immer das richtige Wort zur richtigen Zeit hat und anpackt. So eine Oma hätte ich mir auch sehr gewünscht. Auch die Insel Hiddensee kommt natürlich nicht zu kurz. Es ist schön zu lesen, wie Marie ihre Heimat neu entdeckt, die ihr vor 10 Jahren plötzlich zu eng vorgekommen war. Alles in allem war es eine sehr schöne Geschichte und gerade Maries Tollpatschigkeit hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Das Ende war mir jedoch leider einfach zu abrupt. Die Konflikte bauen sich über etliche Kapitel auf. Dass sie dann in nur vier, fünf Seiten aufgelöst werden und so das Buch endet, hat mich etwas irritiert zurückgelassen. Der Rest der Geschichte ist nämlich genau im richtigen Maß ausführlich und wirkt sehr überlegt. Der Schluss hingegen wirkt nur hin skizziert.

Dennoch würde ich das Buch empfehlen, denn der Rest des Buches macht einfach Spaß zu lesen und sorgt für viel Wärme im Herzen.

[Rezension] Der Buchspazierer

Jedes Mal, wenn ich ein Buch in meine Hände nehme, fühlt es sich so an, als würde mein Herz freudig einen kleinen Hüpfer machen. Meine Liebe zu Büchern ist groß und wahrscheinlich liebe ich deshalb auch Bücher über Bücher an sich. Über das Lesen, über Buchhandlungen und über die Menschen dahinter. Mit „Der Buchspazierer“ habe ich wieder einmal ein solches Buch entdeckt.

Titel: Der Buchspazierer

Autor: Carsten Henn

Verlag: Pendo (klick)

Preis: 14,00 € (Hardcover)

ISBN: 978-3-86612-477-6

Irgendwie hat mich der Schreibstil ein wenig an meinen absoluten Lieblingsautor erinnert: Nicolas Barreau. Vielleicht ist es aber auch einfach nur der Stil der Geschichte. Sie ist nicht aufbrausend, chaotisch, sondern geht ins Herz. Es geht um Carl Kollhoff, einem alten Mann, der jeden Tag aufs Neue bei einem Spaziergang Bücher verteilt. Früher hat er noch in der Buchhandlung mitgearbeitet, doch seitdem die Tochter des Inhabers die Leitung übernommen hat, wird er nur noch hinter der Bühne tätig. Jeden Abend geht es zur Buchhandlung, holt die bestellten Bücher ab und verteilt sie in der Stadt. Die Menschen, die ihre Bücher von ihm erhalten, sind für ihn mittlerweile fast zu Freunden geworden und er benennt im Kopf jeden davon nach einer Romanfigurt. Dann taucht ein altkluges neunjähriges Mädchen auf, das seine Welt auf den Kopf stellt und an Carls bisherigen Routinen und Überzeugungen rüttelt.

Dieser Roman geht einfach direkt ins Herz. Carl ist mir von Anfang an nahe gegangen, mit seiner ruhigen Art und seinem Talent für jeden das richtige Buch zu finden. Und auch die kleine Schascha ist herrlich erfrischend, mit ihrer für ihr Alter sehr klugen Sichtweise auf das Leben und die Welt. Dieses Buch wirkte auf mich fast schon senitmental und melancholisch, um mich dann doch noch mit einem glücklichen Lächeln zurückzulassen. Man merkt auf jeder Seite des Buches die Liebe zum Lesen und die Romane, die dort immer wieder aufgegriffen werden, um als Grundlage für Spitznamen zu dienen, sollte man sich am besten gleich auf eine Liste schreiben und allesamt lesen. „Der Buchspazierer“ ist sehr kurzweilig, aber einfach schön und zeigt, dass Lesen verbindet und glücklich macht.

[Rezension] So schweige denn still

Thriller und ich – das war noch nie eine gute Kombination. Bei fast jedem anderen Genre kann ich bedenkenlos mitfiebern. Dabei habe ich keinerlei Probleme mit Weinen, Lachen oder kleineren Wutausbrüchen. Ja, ich lebe ein Buch. Tja, und dann ist da dieser Thriller. Ich bekomme Gänsehaut und lese atemlos die Geschichte – doch schlafen kann ich dann nicht mehr. Das macht natürlich den Spaß am Buch für mich schnell kaputt. Die Gestalten aus dem Thriller verfolgen mich sehr lange.

Genug von mir – kommen wir zu einer positiven Nachricht: Dieser Thriller ist irgendwie anders und genau deshalb auch so verdammt gut. „So schweige denn still“ ist der perfekte Nervenkitzel für alle, die Ähnliches erleiden wie ich und dennoch das Genre Thriller nicht auslassen wollen.

Titel: So schweige denn still

Autorin: Mary Higgins Clark

Verlag: HEYNE (klick)

Preis: 20,00 € (Hardcover)

ISBN: 978-3-453-27270-5

Es geht um die Investigativjournalistin Gina Kane, die auf eine neue Spur trifft. Sie erhält eine Mail von einer jungen Frau, die in ihrer Zeit bei einem großen Nachrichtensender „Schlimmes erlebt“ haben soll. Kane kommt jedoch nicht dazu, sich mit der Frau näher zu unterhalten, denn plötzlich verstirbt diese. Angeblich handelt es sich um einen Unfall, doch Kanes Antennen sagen etwas ganz anderes. Sie wittert eine Geschichte, eine große Geschichte und möchte unbedingt aufdecken, was passiert sein könnte. Dabei begibt sie sich jedoch in unmittelbare Gefahr, denn sie ist nicht so unsichtbar wie sie denkt…

Bei diesem Thriller liegt der Fokus auf Kanes Erleben, doch die kleinen Schwenker zu anderen Personen untefüttern die Geschichte, sodass sie noch spannender wird. Der Schreibstil ist fesselnd und keine Szene scheint überflüssig zu sein, auch wenn dieser Thriller doch ein paar hundert Seiten umfasst. Der Plot ist so fein ausgearbeitet und lässt dennoch Platz für Überraschungen. Ich habe schnell ahnen können, was passiert – zum Teil ist das auch so eingetreten, doch es gab doch noch die ein oder andere unerwartete Wendung.

Das für mich Beste war jedoch: es war spannend, fesselnd – aber nicht so gruselig, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Die Geschichte ist so spezifisch, dass sich mein Kopf wohl gedacht hat: Das kann dir aktuell so wirklich nicht passieren. Nicht irgendeine Person, die ein Freund war und plötzlich zum Feind wird, keine gruseligen Menschen, die einen beobachten. Es geht um einen schrecklichen Fall in einer Firma, bzw. mehrere Fälle, die Konsequenzen nach sich ziehen und alles aus dem Ruder läuft.

Für mich war „So schweige denn still“ die perfekte Mischung aus Spannung und „Ruhe“ (wenn ich das jetzt einfach mal so nennen darf). Große Thriller-Fans könnte allerdings der Gruselfaktor fehlen, wie er in vielen anderen Thrillern noch deutlicher zu finden ist. Im Großen und Ganzen ist und bleibt „So schweige denn still“ jedoch ein tolles Buch, das ich sehr empfehlen kann.

[Rezension] Der Zauber der Schneeflocken

Weihnachten ist nicht für jeden ein schönes Fest. Bei manchen sind es Familienstreitigkeiten, bei anderen die Einsamkeit. Doch für Leni in „Der Zauber der Schneeflocken“ ist es eine besonders schlimme Zeit des Jahres, die sie an ihren großen Verlust erinnert. Zwei Jahre ist es her, dass sie ihren geliebten Ehemann Tom verloren hat – ausgerechnet am Heilig Abend. Die früher von Weihnachten begeisterte Leni, will sich nur noch verkriechen und denkt jeden Tag verzweifelt und voller Trauer an ihren verstorbenen Mann. Doch dann ergreifen Marie, Lenis Zwillingsschwester, und Emma, Lenis und Maries gute Freundin, die Initiative und schenken Leni einen Adventskalender, der ihr die Freuden zur Weihnachtszeit wieder vor Augen führt.

Titel: Der Zauber der Schneeflocken

Autorin: Holly Baker

Verlag: PIPER (klick)

Preis: 10,00 € (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-492-30338-5

Um meine Leseerfahrung kurz zusammenzufassen: Weinen. Ich habe bereits nach den ersten Seiten geweint, war immer wieder im Verlauf der Geschichte zu Tränen gerührt und selbstverständlich konnte ich auch gegen Ende die letzten Seiten nicht lesen, ohne ein paar Tränen zu vergießen. Das hört sich erst einmal schrecklich an. Wer will schon bei einem Weihnachtsroman traurig sein? Aber es ist keine Traurigkeit, sondern Rührung, die meinen Wasserhaushalt ordentlich durcheinandergebracht hat.

Die Geschichte von Leni und Tom hat mich sehr berührt. Das Leid und die Trauer, die Leni durchlebt, seitdem ihr geliebter Mann viel zu jung gestorben ist, ist zum Greifen nah. Und dennoch hat mich dieser Roman nicht heruntergezogen und deprimiert, sondern eher im Gegenteil. Marie und Emma sind herzensgute Menschen, die mit einem Adventskalender versuchen, Leni zurück ins Leben zu holen. Die Ideen sind originell und doch so einfach – an sich eine sehr schöne Idee zum Verschenken für Dezember nächstes Jahr. Die einzelnen Aufgaben sind sogar am Ende des Buches zusammen aufgeführt. Das habe ich natürlich erst entdeckt, als ich mühselig das gesamte Buch durchgeblättert und mir jede Aufgabe so herausgeschrieben habe 😀

Für mich war eine besondere Erfahrung, in der Haut von Leni zu stecken und zu erfahren, wie schwer ein viel zu früher Verlust des Ehepartners sein kann. Die Geschichte lebt davon, dass man sich mit Leni freut, wenn sie das Leben neu für sich entdeckt. Und dass man mit Leni verzweifelt, wenn ihr Kopf sie mit Schuldgefühlen plagt. Darf man wieder normal leben? Wie lang ist eine „normale“ Trauerzeit? Und wann ist der richtige Moment, um sich nach einem Verlust eines geliebten Menschen neu zu verlieben? Nur das Herz weiß darauf eine Antwort. Und das Herz spielt in Holly Bakers Roman „Der Zauber der Schneeflocken“ eine ganz große Rolle.

Ein tiefgehender, emotionsreicher Roman, dem ich jeden ans Herz legen kann – ein paar Tränen (oder auch ein paar mehr, wie bei mir) der Rührseligkeit inklusive.

[Rezension] Winterzauber in Notting Hill

Bunte Häuser, eng aneinander gereiht, kleine Geschäfte mit verrückten Dingen – Notting Hill in London ist ein Stadtteil voller Charme. Hier spielt auch der Roman „Winterzauber in Notting Hill“, der perfekt für gemütliche Lesetage in der Weihnachtszeit ist.

Titel: Winterzauber in Notting Hill

Autorin: Mandy Baggot

Verlag: Goldmann (klick)

Preis: 10,00€ (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-442-48837-7

Isla liebt ihren Stadtteil, in dem sie gemeinsam mit ihrer Schwester Hannah aufgewachsen ist. Sie liebt die Geschäfte, die Menschen, die Restaurants – einfach alles. Und ihr Zuhause gibt ihr Geborgenheit und ein Gefühl von Sicherheit. Etwas, das sie sich mühsam aufgebaut hat, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen und ihre Schwester Hannah durch den Unfall an den Rollstuhl gefesselt wurde. Aber gemeinsam bleiben sie ruhig und machen weiter – das Lebensmotto von Isla.

Seit dem Unfall sind schon 5 Jahre vergangen und die Schwestern leben weiterhin im Elternhaus in Notting Hill. Weihnachten steht bald an und sie können es kaum abwarten. Gerade Isla hat viel zu tun, um die legendäre Weihnachtsfeier ihrer Firma zu organisieren und natürlich das Haus zu schmücken. Doch dann taucht Chase auf, ihr neuer Chef und CEO der Firma. Isla soll seine persönliche Assistentin werden, was ihr überhaupt nicht gefällt. Und dann hat er auch noch diese völlig hirnrissige Idee, in London einen riesigen Hotel-/Freizeitpark-Komplex zu bauen. Isla mag diese Idee überhaupt nicht, fügt sich aber ihrem Schicksal um ihren Job behalten zu können. Mit der Zeit merkt sie jedoch, dass Chase auch nette Seiten an sich hat und ein interessanter Mann ist. Seine Kinder, die ihn in London besuchen, wachsen ihr auch langsam ans Herz. Doch gerade als sich Chase und Isla näherkommen, erfährt sie ein schreckliches Geheimnis, das ihr den Boden unter den Füßen wegzieht.

Zur Weihnachtszeit liebe ich einfach Weihnachtsromane. Sie sprühen regelrecht vor Liebe und zauberhaften Momenten. So auch „Winterzauber in Notting Hill“. Der Schauplatz Notting Hill hat mir in den Beschreibungen so gut gefallen, dass ich mir mehrere Fotos angesehen habe und danach beschlossen habe, dass ich dort unbedingt mal hin muss. Es ist wunderschön! Mandy Baggot schafft es in ihrem Roman die weihnachtliche Stimmung in den Gassen perfekt zu beschreiben. Ich selbst liebe Weihnachten über alles und deshalb war mir Isla direkt sympathisch. Ganz besonders gut gefallen hat mir aber auch Hannah, die mit ihrer erfrischenden Art für Bewunderung sorgt. Anstatt sich traurig ihrem Schicksal zu fügen, macht sie das Beste daraus und ist fröhlicher als manch anderer, der nicht im Rollstuhl sitzt. Sie kämpft um ihre Freiheit und Selbstständigkeit, die Isla zwar nur langsam, aber dann doch irgendwann schweren Herzens gewährt.

Auch Chase ist ein interessanter Charakter, der mir anfangs noch leicht unsympathisch gewesen ist. Kleinere Blicke hinter seine Fassade wurden gewährt, aber ich habe es gehasst, dass er seine Pläne, weshalb er eigentlich in London ist, nicht von Anfang an offenbart. Doch mit der Zeit musste auch ich, wie Isla, feststellen, dass ein guter Kerl hinter der Mauer steckt, der voller Liebe für seine Kinder ist.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Flüssig, leicht zu lesen und in den einzelnen Situationen wird immer wieder mal die Perspektive gewechselt, was für etwas mehr Würze sorgt. So sieht man direkt, wie beispielsweise Isla die Situation sieht, aber auch wie Chase das Ganze empfindet. Zum Haare raufen 😉 Meiner Meinung nach war die Geschichte sehr vorhersehbar, aber ist es nicht genau das, was wir gerade suchen? Etwas mehr Vorhersehbarkeit, etwas mehr Gewissheit. Für mich war das nicht weiter schlimm und ich habe die Geschichte gerne gelesen. Ich kann „Winterzauber in Notting Hill“ als gemütlichen, warmherzigen Roman in einem wunderschönen Stadtteil sehr empfehlen.

[Rezension] Die Bäckerei der Wunder

Wer „Die kleine Bäckerei am Strandweg“ kennt und liebt – so wie ich -, der hat bestimmt bei diesem Titel aufgehorcht. Erneut eine zauberhafte Geschichte über eine Bäckerei? Mir ging es jedenfalls so und mit großer Vorfreude habe ich das Buch mit dem wunderschönen Cover angefangen zu lesen.

Titel: Die Bäckerei der Wunder

Autoren: Christian Escribà & Sílvia Tarragó

Verlag: Heyne

Preis: 12,88 € (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-453-42431-9

Wunder und eine Bäckerei, was gibt es schon besseres?

Naja, ehrlich gesagt einiges. Eigentlich würde ich euch an dieser Stelle gerne viele tolle Dinge über das Buch erzählen. Aber leider hat mich dieses Buch nicht überzeugen können. Wir lernen (die fiktive) Alba kennen, die mit ihrer Backkunst andere verzaubert und wir lernen die (echte) Bäckerei Escribà kennen. „Die Bäckerei der Wunder“ ist kein grundlegend schlechter Roman und die Idee, die echte Geschichte der Bäckerei Escribà einzuflechten, finde ich auch wunderbar. Das ist alles ganz nett, aber das Wunder, das der Titel und auch das Cover versprechen, blieb bei mir leider aus. Die Reise in die Vergangenheit in Spanien hätte sehr interessant sein können, doch dafür wurde die Biographie von Antoni Escribà zu wenig in den Text eingeflochten.

Manche Szenen in der Backstube waren schön, andere wiederum klangen wie ein Kochbuch. Man hätte fast exakt die Rezepte nachbacken können, wenn man sich beim Lesen in die Küche stellt. Eine Backanleitung hinten im Buch gerne, aber im Text war das völlig fehl am Platz. Außerdem kam es mir oft vor, als würde man eine Führung durch den Betrieb vornehmen. Der Roman war für mich leider nicht stimmig und ich habe das Buch mit wenig Emotionen durchgelesen. Ein nachhaltiger Eindruck bleib dabei nicht und auch das Wunder habe ich vergebens gesucht. Leider nicht zu empfehlen.

[Rezension] Kalligrafie und Lettering

Es wird wieder Zeit für etwas Handlettering! Heute möchte ich euch ein weiteres hilfreiches Buch vorstellen. In sozialen Netzwerken ist Handlettering sehr weit verbreitet und diese Posts können als hervorragende Vorlage oder auch Inspirationsquelle dienen. Doch manchmal wollen manche Buchstaben einfach nicht so gelingen, wie auf dem Bild zu erkennen. Hier können Übungsbücher gut helfen.

Titel: Kalligrafie und Lettering. Schön schreiben mit Feder, Stift und Pinsel.

Autor: Norbert Pautner

Verlag: Bassermann

Preis: 7,99 € (Paperback)

ISBN: 978-3-8094-3984-4

Norbert Pautner hat mit diesem Übungsheft einen schönen Ratgeber geschaffen, der nicht nur das typische Handlettering zeigt, sondern auch Kalligrafie. Für mich persönlich ist Kalligrafie eine wunderbare Ergänzung, da manche Schriften auch für das Handlettering verwendet werden können, oder noch besser zu geschrieben Karten passen (mit längerem Text). Deshalb war ich umso gespannter auf das Buch „Kalligrafie und Lettering“.

Gleich vorab eine wichtige Empfehlung: Ich kopiere mir die Übungsseiten gerne, um die Vorlagen mehrfach verwenden zu können. Meist reichen ein paar Buchstaben nicht unbedingt aus und ich finde es schön, die Höhe meiner Buchstaben direkt mit der Vorlage vergleichen zu können. Hierzu sind in den Vorlagen nämlich auch Hilfslinien eingezeichnet.

Mir gefällt das Buch sehr gut, da es schöne neue Schriften zeigt, aber auch die bekannten Brush Letterings aufgreift. Am Anfang wird auch näher auf die Technik eingegangen. Außerdem ist der Aufbau des Buches gut durchdacht. Es beginnt mit eher leichteren Schriften und schreitet dann fort zu den komplexeren. Grundlegend würde ich sowieso empfehlen, sich erst einmal auf eine Schrift zu konzentrieren, diese sehr gut zu können und dann erst weiter zu gehen. Deshalb passt dieses Buch, meiner Meinung nach, auch sehr gut für Anfänger. Also: nur zu empfehlen 🙂  

[Rezension] A Paris. Mit Jeanne Damas zu den coolsten Frauen der Stadt.

Viele Frauen suchen ihre ganz eigenen Stil. Ist er eher schick? Oder eher sportlich? Oder natürlich? Was passt zu welchem Anlass?

Viele, viele Fragen. Und eine mögliche Antwort findet sich im Buch „A Paris“, in dem sich Jeanne Damas – Pariser Fashion Ikone und Model – auf eine kleine Reise durch ihre geliebte Stadt begibt. Hierbei stellt sie 20 Frauen verschiedensten Alters vor und zeichnet damit ein grobes Bild, was es bedeutet Pariserin zu sein.

Doch Paris zeichnet sich nicht nur durch die Mode aus, sondern auch das Kulturbewusstsein und pure Eleganz. Mit diesem Buch könnt ihr in diese Welt abtauchen und spannende Frauen kennenlernen. Es ist eine Hommage an Paris und die Pariser Frauen.

Titel: A Paris. Mit Jeanne Damas zu den coolsten Frauen der Stadt.

Autorin: Jeanne Damas, Texte von Lauren Bastide

Preis: 25,00 €

ISBN: 978–3–95728–359–7

Verlag: Knesebeck

Mir hat das Design des Buches sehr gut gefallen. Zahlreiche Fotos begleiten den persönlichen Text, sie sind zudem auf kreative Art angeordnet. Statt nur links Bild und rechts Text, überlappen sich manche Bilder oder gehen über zwei Seiten. Was ich vom Design her sehr ansprechend finde, ist jedoch leider ein kleine Nachteil. Manche Fotos wirken somit nicht mehr, da sie durch die Buchmitte geteilt werden. Einzelne Fotos, wie z.B. bei Sophie Fontanel (S. 68) sind unscharf und hätten am besten nicht so stark vergrößert werden sollen.

Dafür machen die Texte diese kleineren Mängel wieder wett. Lauren Bastide, ehemalige Redakteurin der Elle, schafft es die einzelnen Persönlichkeiten mit ihren Ecken und Kanten festzuhalten.

Alles in allem sehr lesenswert und eine wunderbare Inspirationsquelle für alle Frauen.