[Rezension] Warten auf Eliza

Wann hast du das letzte Mal ein Buch gelesen, dass dich noch lange danach sehr bewegt? So ging es mir bei „Warten auf Eliza“. Die Freundschaft zwischen zwei so unterschiedlichen Frauen, die beide mit ihrem Schicksal hadern, hat mich von Anfang an berührt.

Titel: Warten auf Eliza

Autorin: Leaf Arbuthnot

Verlag: Diana

Preis: 17,00 € (Paperback)

ISBN: 978-3-453-36081-5

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Allein sein muss nicht schlimm sein, aber einsam sein, ist es auf jeden Fall. So ergeht es Ada, die nach dem Tod ihres geliebten Mannes allein in dem gemeinsamen Haus lebt. In jeder Ecke lauert die Erinnerung auf sie, die Erinnerung an bessere, schönere Zeiten. Sie fühlt sich einsam und erkennt sich selbst nicht mehr wieder.

Dem gegenüber ist Eliza, eine junge, bisexuelle Frau, die nach einer Trennung nicht mehr zurück in ihr voriges Leben findet. Sie müht sich mit ihrem Doktor ab, kommt jedoch nicht so recht voran.

Die beiden Frauen wohnen in der gleichen Straße – die eine in einem schönen Haus, die andere in einer absoluten Bruchbude. Und doch scheint es eine Verbindung zu geben. Sie lernen sich kennen und eine ganz einmalige und wunderschöne Freundschaft entsteht.

Der Schreibstil dieses Buches ist so flüssig, so angenehm, dass ich regelmäßig an der falschen U-Bahn-Station ausgestiegen bin 😉 Ich konnte dieses Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen und als ich es dann doch zu Ende gelesen hatte, hatte ich das Gefühl, dass mir zwei Freundinnen genommen worden sind. Zwei wunderbare Menschen, die mich vieles gelehrt haben. Über Freundschaft, über Verbundenheit, über den Kampf für ein besseres Leben und darüber, dass Jung und Alt nicht in verschiedenen Welten leben müssen.

„Warten auf Eliza“ ist eine ganz zarte, liebevolle Geschichte mit zwei Charakteren, die man sofort ins Herz schließen muss. Ich kann sie wärmstens empfehlen!

[Rezension] Reise mit zwei Unbekannten

Die Geschichte von Maxine und Alew ist wie eine wärmende Umarmung, die zu Tränen rührt und alle inneren Mauern bröckeln lässt.

Titel: Reise mit zwei Unbekannten

Autorin: Zoe Brisby

Verlag: eichborn (klick)

Preis: 18,00 € (Hardcover)

ISBN: 978-3-8479-0056-6

Ich bin leicht zu Tränen zu rühren, das gebe ich gerne zu. Doch schon lange hat mich keine Geschichte mehr zu im tiefsten Herzen berührt, wie die in „Reise mit zwei Unbekannten“. In diesem ganz wundervollen Roman lernen wir Alex kennen, der mit einer starken Depression zu kämpfen hat und Maxine, die bei sich Alzheimer diagnostiziert hat und ihrem Leben selbst ein Ende setzen möchte. Zwischen diesen beiden Personen liegen etliche Jahrzehnte Altersunterschied und doch haben sie sich gesucht und gefunden, als Maxine zu Alex ins Auto steigt, um die Reise nach Brüssel anzutreten. Ein Abenteuer beginnt, das das Leben beider komplett auf den Kopf stellt.

Dieses Buch strotzt nur so vor Liebe und Humor, aber auch vor Humor und Nachdenklichkeit. Gerade Maxine ist so ein wundervoller Charakter – ich hätte sie wirklich gerne im wahren Leben kennengelernt. Von ihrem Enthusiasmus und ihrer Art zu leben, könnten sich viele eine Scheibe abschneiden. So geht es auch Alex, der mir ebenfalls sehr nah gegangen ist. Seine Depression ist so gut umschrieben, dass einem als Leser*in selbst ganz schwer ums Herzen wird.

Die Abenteuer, die die beiden erleben sind sogar spannend, oft einfach nur herrlich witzig, und immer steckt eine kleine Botschaft ans Leben darin. Ich habe jede Seite dieses Buches geliebt und kann mir nun gar nicht vorstellen, dass diese zwei besonderen Menschen plötzlich nicht mehr Teil meines Lebens sind. Ich werde „Reise mit zwei Unbekannten“ auf jeden Fall noch öfter lesen!