[Rezension] Just Cook It!

Viele haben in Zeiten von Corona das Kochen für sich neu entdeckt. Für die, aber auch für alle, die sich diesem Trend anschließen wollen, ist dieses Buch genau das Richtige!

Titel: Just Cook It!

Autorin: Molly Baz

Verlag: Knesebeck

Preis: 32,00 €

ISBN: 978-3-95728-549-2

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Die Art der Fotografien in einem Kochbuch sind ja immer eine Frage des Geschmacks – im doppelten Sinne. Zum einen können Fotos an sich einfach ansprechend sein, zum anderen eben auch den Appetit anregen. Bei „Just Cook It“ hat es für mich nur zur Hälfte geklappt. Die Fotos sind ansprechend und passen wunderbar zum Stil des Buches. Für mich waren sie aber manchmal zu überladen, um mir Lust auf die Gerichte zu machen – beziehungsweise nicht die Fotos waren überladen, aber die Teller auf den Fotos. Ein sehr buntes, durcheinander gewürfeltes Gericht auch noch auf einem bunten Teller anzurichten, hat mein Auge etwas irritiert 😉 Das ist aber nicht weiter schlimm, denn die Gerichte klingen dennoch sehr einladend.

Ich koche gerne und regelmäßig. Meist halte ich mich jedoch an bekannte Gerichte oder Zubereitungsweisen. Mit „Just Cook It“ habe ich doch noch ein paar Sachen dazugelernt, gerade was die Zubereitung von Fleisch betrifft, wo ich nicht sonderlich geübt drin bin. Doch es gibt auch zahlreiche Tipps für Gemüse-Liebhaber.

Da das Buch sehr groß und breit ist, kann man es fast als Lexikon fürs Kochen ansehen. Es gibt viel Grundwissen, die Verarbeitung ist hochwertig und es hat Potenzial für eine Kochbibel. Diese Art von Kochbuch muss für mich dann auch nicht in jedem einzelnen Gericht überzeugend sein (manche waren mir von den Zutaten her dann doch etwas zu abgefahren), sondern im Gesamtkonzept. Und da hat mich „Just Cook It“ definitiv abgeholt.

Ich würde das Buch auch eher Kochanfängern empfehlen, die grundlegend starten wollen, sich mehr in der Küche auszutoben. Für begeisterte Köche ist dieses Buch an vielen Stellen wo doch zu grundlegend und wiederholend. Aber eines steht fest: „Just Cook It“ macht Lust aufs Kochen 😊

Ich werde bestimmt noch einiges durch das Buch lernen und ausprobieren.

Dinner mit Freunden. Wieso das gemeinsame Essen so gut tut

Wer auch alleine wohnt, kennt es: das komische Gefühl, das beim Essen aufkommt, wenn man mal Buch, Handy, Laptop etc. beiseite legt und auch den Fernseher auslässt. Jeder Bissen zieht sich in die Länge, das Kauen erscheint schon fast komisch. Und diese Ruhe. Irgendwie ist Essen an sich schon etwas Komisches.

Ich persönlich empfinde das manchmal sogar wirklich als unangenehm. Nicht immer, da ich doch oft nebenher lese, oder mir etwas anhöre, oder doch mal eine Serie anmache. Aber wenn ich dann alleine am Tisch sitze, mit meinem Essen, dann will ich oft nur, dass diese ruhige Situation des Nichtstuns schnell vorbeigeht. Jap, ich weiß. Achtsamkeit usw. Das hilft garantiert – soll aber an dieser Stelle gar nicht Thema sein. Denn das komische Gefühl beim Essen allein führt uns direkt zum Thema des heutigen Beitrags: Wieso ist es so viel schöner mit Freunden zu essen? Und wieso macht insbesondere das Abendessen mit Freunden so viel Spaß?

Das Reiz des gemeinsamen Essens

Manche mögen es vielleicht gar nicht, aber meist ist es doch so: Zusammen macht Essen einfach mehr Spaß. Vielleicht geht es euch da wie mir: mittags in der Mittagspause macht mir das Essen von einem belegten Brot ganz für mich allein nichts weiter aus. Ich denke nicht mal drüber nach. Doch abends merke ich es.

Für mich gibt es nichts Schöneres, als mit Freunden oder der Familie gemeinsam zu kochen und dann gemütlich zu essen. Es muss nicht mal das Kochen sein, auch Essen gehen hat den gleichen schönen Effekt. Witzigerweise geht es dann offensichtlich nicht um das Essen an sich. Es geht um die Gesellschaft. Es geht um die Gespräche, um das Lachen.

Doch auch das Essen ist nicht komplett unwichtig. Gemeinsam schmeckt es mir sogar besser. Ich kann mit anderen die Geschmacksempfindungen teilen und mich darüber unterhalten. Vielleicht lässt man sich gegenseitig auch probieren, wenn man im Restaurant unterschiedliche Gerichte bestellt hat.

Frühstück, Lebensmittel, Essen, Mahlzeit, Morgen

Es fängt schon früh an

Gerade für Kinder ist gemeinsames Essen sehr wichtig. Es fördert die Entwicklung des Kindes, da die Kleinen das Verhalten ihrer Eltern und somit Manieren lernen (können :-D). Kinder essen sehr oft nicht gern allein. Sie essen lieber und besser in Gesellschaft – so macht ihnen das Essen Spaß. Auch erhält ihr Alltag durch regelmäßige Mahlzeiten eine Struktur.

Doch nicht nur Kinder profitieren von gemeinsamen Mahlzeiten – auch Erwachsene! Denn unser Körper mag immer noch regelmäßige Mahlzeiten, einen ähnlichen Rhythmus. Das hilft dabei ein gutes Gefühl für Hunger und Sättigung herzustellen. Und natürlich sind gemeinsame Mahlzeiten wie kleine Inseln im Alltag. Inseln für Austausch für sich Zeit nehmen und vor allem Zeit miteinander zu verbringen.

Wir nehmen uns bei Essen mit Freunden und/ oder der Familie insgesamt auch viel mehr Zeit. Das Essen ist nicht nur schnell, to go, oder möglichst einfach. Wir können besser genießen und das tut auch unserer Verdauung gut. Gemeinsames Essen ist einfach gesagt ein Wohlfühlfaktor.

In diesem Sinne: Guten Appetit! 🙂