[Rezension] Darf ich dich jetzt behalten?

Oft planen Paare es schon weit im Voraus: Dürfen es Kinder sein, oder nicht? Wie viele? Wann passt es? Die Schwangerschaft ist, wenn gewünscht, dann ein ganz besonderes und großes Ereignis. Aber was ist, wenn es plötzlich nach einem One-Night-Stand so weit ist?

Titel: Darf ich dich jetzt behalten?

Autorin: Sophia Money-Coutts

Verlag: Penguin Verlag

Preis: 10,00 € (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-328-10451-3

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Lil lebt in einer WG, wurde erst verlassen und könnte eigentlich gerne abends, nachdem sie die ganzen kleinen Kinder von der Grundschule hinter sich gelassen hat, nur noch auf der Couch vor sich hinvegetieren. Doch ihre beste Freundin bringt sie dazu, sich endlich wieder ins Dating-Leben zu stürzen. Mit Erfolg. Sehr viel Erfolg … in vielerei Hinsicht. Denn sie lernt den berühmten Kletterer Max kennen, sie haben ein tolles Date und haben sogar genialen Sex. Als wäre es nicht schon genug, dass er sich danach einfach nicht mehr meldet, stellt Lil irgendwann plötzlich mit Erschrecken fest: Sie ist schwanger!! Sie beschließt, das Baby zu behalten und eine verrückte, lustige und hererwärmende Geschichte beginnt.

Es geht um Freundschaft, Familie und Zusammenhalt. Um zweite Chancen, neues Leben und neues Glück. Die Geschichte macht Spaß, da die Protagonistin eine etwas chaotische und liebe Person ist. Max kommt leider etwas wenig vor, doch als Kletterer, der mal hier, mal dort unterwegs ist, passt das wohl in die Geschichte. Es war ein netter Roman, für eine kurzweilige Unterhaltung. Doch leider war es stellenweise auch etwas platt. Also nichts Weltbewegendes, sondern eine schöne Geschichte für zwischendurch 🙂

[Rezension] Seeluft macht glücklich (Hörbuch)

Manchmal würde ich am liebsten ständig lesen. Eine gute Geschichte fesselt mich so sehr, dass ich versuche, beim Baden, beim Haare föhnen, beim Abwaschen, beim Putzen usw. weiterzulesen. Doch sind wir mal ganz ehrlich: Wirklich funktionieren kann das so nicht. Oft braucht man schlichtweg zwei Hände, um etwas Bestimmtes zu tun.

Genau deshalb weiß ich Hörbücher immer mehr zu schätzen. Sie erlauben es mir, in eine Geschichte abzutauchen – und gleichzeitig mit meiner To-Do-Liste voranzukommen. Und das Beste: Putzen macht gleich viel mehr Spaß, wenn ich in Gedanken eigentlich ganz woanders bin und nicht beim Staubsagen des Bodens.

Die Kunst bei einem Hörbuch ist jedoch, dass nicht nur die Geschichte fesselnd sein muss und der Schreibstil angenehm, sondern auch die Leserstimme und das Lesetempo sollten passen. Also: gar nicht so einfach. Umso mehr freue ich mich, dass ich das Hörbuch von Janne Mommsen (meinem Namensvetter :-D) namens „Seeluft macht glücklich“ entdeckt habe. Die Romane von Janne Mommsen mochte ich ja schon immer sehr gerne und alles, was an der Küste spielt, liebe ich sowieso. Die perfekte Kombi also für ein Hörbuch. So viel kann ich schon einmal sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!

Titel: Seeluft macht glücklich (Hörbuch)

Autor: Janne Mommsen

Verlag: ©2018 Rowohlt Verlag GmbH (P)2019 Audible Studios

Preis: 0,00 € (kostenlos testen), oder 6,95 € (einmalige Zahlung)

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[Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung ist exklusiv nur bei Audible erhältlich.]

Es ist eine süße Geschichte, die an zwei Orten spielt: im bunten Köln und auf der ruhigen Insel Föhr. Jasmin wird von ihrem Chef zu einer Zwangspause verdonnert, weil ihr Körper nach zu viel Arbeit einfach schlapp gemacht hat. Thore wiederum will von der Insel Föhr flüchten, um seiner Exfreundin zu entkommen, der er an gefühlt jedem Ort auf der Insel immer wieder aufs Neue begegnet.

Als Jasmin auf die Insel Föhr reist, um Abstand zu Köln zu gewinnen und dort auf die Suche nach ihrer Jugendliebe zu gehen, lernt sie Thore kennen, der ihr beim Platten ihres Fahrrads helfen soll. Auch wenn sie sich nicht wirklich kennen, haben sie einen gemeinsamen, großen Wunsch: Hauptsache weg vom eigentlichen Wohnort. Kurzerhand tauschen sie ihre Wohnungen und Jasmin bleibt länger als erhofft auf Föhr, während Thore spontan in Jasmins Wohnung in der Kölner Altstadt Nord zieht.

Beide versuchen in ihrem neuen Leben anzukommen und überlegen, wie es nun weitergehen kann. Trotz der Entfernung besteht eine Verbindung zwischen ihnen, die ein ganz besonderer Sommer bedeutet …

Fazit

Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Ich habe es mehrere Stunden am Stück gehört und wollte am liebsten gar nicht mehr auf Pause drücken. Die Erzählstimme von Tim Gössler ist sehr angenehm und er hat mich immer wieder mit seinem Kölner Dialekt zum Lachen gebracht, den er manchen Personen verliehen hat.

Es ist eine kurzweilige, romantische Geschichte mit einer sehr authentischen Entwicklung der Protagonisten. Gerade der Wechsel zwischen den beiden Perspektiven, hat mich Jasmin und Thore sehr ans Herz wachsen lassen. „Seeluft macht glücklich“ lässt nicht nur die für Janne Mommsen typische Sehnsucht nach der Nordsee aufkommen, sondern macht Lust, die herzlichen und lustigen Menschen in Köln kennenzulernen. Es ist zwar eher eine leichte Kost, aber genau deshalb wunderbar zum Abschalten und Genießen.


** INFO: Dieser Post ist mit Unterstützung von Audible entstanden. Die Inhalte dieses Beitrags sind dennoch meine eigene Meinung. **

[Rezension] Meer Momente wie dieser

Je länger ich nicht am Meer gewesen bin, desto größer wird meine Sehnsucht danach. Es ist mein Ort der Freiheit und Kraft. Wundert es euch also, dass die Rezensionen zu Meer-Romanen immer mehr werden? Wahrscheinlich nicht 😉

Dieses Mal reisen wir auf die Nordseeinsel Sylt. Eine Insel, auf der viele die Reichen und Schönen erwarten, die jedoch auch ganz wundervolle Natur zu bieten hat und einfach traumhaft schön ist – auch ganz ohne irgendwelche schönen Menschen.

Titel: Meer Momente wie dieser

Autorin: Svenja Lassen

Verlag: blanvalet

Preis: 10,00 € (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-7341-0919-5

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Sina ist bodenständig, ernst und pflichtbewusst. Es ist ihre Art, mit dem Leben umzugehen, das sie bereits vor harte Proben gestellt hat. Seitdem ihr Vater verstorben ist, als sie noch ein Teenager war, kapselt sie sich von der Welt ab und hält sich an Gewohnheiten und Sicherheiten fest. Ihre Mitbewohnerin Amelie ist ganz anders: spontan, weltoffen, quirrlig. Kein Wunder also, dass diese einen kurzfristigen Urlaub auf Sylt vorschlägt, damit Amelie ihren Exfreund ganz schnell vergessen kann. Wie bei jedem Urlaub, erstellen die beiden gemeinsam eine Meer-Momente-Liste, die sie abarbeiten und somit die schönsten Erlebnisse ermöglichen wollen. Amelie besteht darauf, dass Sina mitkommtn und diese willigt nach langem Überlegen ein – und verliert dabei jedoch ihren Job, nur weil sie endlich mal auf ihren (bereits genehmigten) Urlaub von zwei Wochen besteht.

Als dann Amelie jedoch kurz vor Abreise zu ihrem Exfreund zurückkehrt, macht sich Sina allein auf den Weg nach Sylt. Für sie, die am Alltagstrott festhält und Angst vor Veränderungen hat, ein großes Wagnis. Ihre Unterkunft ist anders als gedacht und die Meer-Momente lassen sich nicht so leicht umsetzen, wie Sina es sich gewünscht hätte. Doch ganz nebenbei öffnet sie sich immer mehr den Wundern der Welt, den spontanen Erlebnissen, und ihrem Vermieter Ben … Wäre da nicht auch noch Michael, ihr Exfreund aus Teenagerjahren, der ihr Herz noch immer zum Klopfen bringt.

Meinung zum Buch „Meer Momente wie dieser“

Wer das Meer liebt, wird auch dieses Buch lieben, denn auf jeder Seite lässt sich das Rauschen der Wellen fast hören und den Sand unter den Fußen regelrecht spüren. Es macht Lust darauf, ebenfalls mehr Abenteuer im Leben zu entdecken – und natürlich ans Meer zu reisen. Die Liste der Meer-Momente hat mich sehr inspiriert, sodass ich unmittelbar nach dem Lesen des Buches eine eigene Liste für den anstehenden Urlaub erstellt habe.

Der Schreibstil ist wirklich angenehm, lässt die Insel und die Figuren lebendig werden und macht einfach Spaß. Ich habe immer weider glucksen und lachen müssen und natürlich war ich auch zu Tränen gerührt. Ich finde es schön, wie sich Sina im Laufe des Buches entwickelt und ihr Leben neu für sich entdeckt. Natürlich kommen auch die Gefühle nicht zu kurz, ohne dass es total kitschig wird.

Sina selbst war mir wirklich sympathisch. Sie wirkte normal, bodenständig und die Phasen, die sie durchlaufen hat, wirken plausibel und dennoch einfach schön. Auch Ben und Michael hatte ich klar vor Augen.

Wie immer nach so einem wunderbaren Buch, war ich traurig, dass es schon vorbei war. „Meer Momente wie dieser“ ist ein Nordsee-Roman, der Lust auf Abenteuer und das Leben macht und einfach ans Herz geht. Ich kann ihn nur empfehlen!

[Rezension] HighLand Hope 1 – Ein Bed & Breakfast für Kirkby

Schottland ist gerade bei Romanen hoch im Trend – kein Wunder, es hört sich nach einer wunderschönen Landschaft an. Leider war ich bisher noch nicht selber vor Ort, aber die Romane, die in Schottland spielen, machen auf jeden Fall große Lust darauf. So auch „Highland Hope“ von Charlotte McGregor.

Titel: Highland Hope 1 – Ein Bed & Breakfast für Kirkby

Autorin: Charlotte McGregor

Verlag: Heyne

Preis: 10,99 € (Taschenbuch, Klappenbroschur)

ISBN: 978-3-453-42483-8

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Dieser Roman ist der erste der Highland Hope – Reihe und so viel schon einmal vorweg: Ich freue mich schon jetzt auf die weiteren Teile!

Colleens Leben scheint zusammengebrochen zu sein. Ihr Vater ist erst kürzlich verstorben, der ihr großer Anker gewesen war, und die Beziehung zu ihrer Mutter ist mehr schlecht als recht. Da sich ihr Vater gewünscht hatte, in seiner Heimatstadt in den schottischen Highlands beerdigt zu werden, macht sich Colleen auf den Weg nach Kirkby. Ihr Vater hatte sich gewünscht, dass sie dort auch eine längere Zeit verbringt, um Land und Leute kennenzulernen. Was zunächst als karger, dunkler Ort herüberkommt, entpuppt sich schnell als eine einmalige Dorfgemeinschaft, traumhafte Natur – und vor allem extrem ansprechender Vermieter des Cottage, in dem Colleen vorerst unterkommen möchte.

Die herzliche Familie von Alex nimmt Colleen sofort auf und kümmert sich rührend um die noch sehr zerbrechliche junge Frau. Gerade das Pferd Tilly hilft ihr dabei sich wieder aufzurappeln und neue Energie fürs Leben zu schöpfen. Außerdem kommt sie dabei Alex immer näher …

Meine Meinung zu „Highland Hope 1 – Ein Bed & Breakfast für Kirkby“

Colleen ist eine liebenswerte Person, die noch nicht so recht weiß, wo sie im Leben steht. Dass sie ihre Wurzeln viel eher in Schottland als in Boston spürt, ist die Basis dieser Geschichte und lässt die Frage aufkommen, wo man seine eigenen Wurzeln sieht. Für mich persönlich war das beispielsweise nie mein Geburtsort. Doch nicht nur diese Frage spielt eine große Rolle in diesem Roman, sondern auch das Finden vom persönlichen Glück. Und dabei ist Colleen wirklich gut. Sie entdeckt ihre Liebe zum Reiten neu und stellt fest, dass eine gute Dorfgemeinschaft ein Gefühl von Zugehörigkeit vermittelt, das ihr durch den Verlust ihres Vaters sehr gefehlt hat.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen, regt zum Nachdenken, aber auch zum Träumen an. Die Bewohner und Bewohnerinnen des Ortes Kirkby sind mir schon jetzt ans Herz gewachsen, obwohl der Fokus auf Colleen und Alex liegt. Ich freue mich schon darauf, von anderen Personen aus Kirkby zu lesen – das versprechen zumindest die Fortsetzungen von „Highland Hope“. Es ist ein Liebesroman voll mit schöner Natur, Pferden sowie sympathischen und herzlichen Menschen.

[Rezension] Das kleine Friesencafé

Meine Sehnsucht nach der Nordsee wird immer größer, je länger ich von ihr fernbleiben muss. Dementsprechend verschlinge ich gerade auch Nordsee-Romane. Ob das eine eigens auferlegte Qual ist, oder ob ich damit zumindest zum Teil meine Sehnsucht befriedigen kann, bleibt mal dahingestellt.

Jedenfalls bin ich generell ein Fan von Romanen, die an der Küste spielen und mir ein Gefühl von Urlaub und Freiheit vermitteln. Janne Mommsen schreibt herrliche solcher Bücher. Ich mochte beispielsweise die Reihe zur Inselbuchhandlung sehr gerne. Diesmal habe ich es also mit „Das kleine Friesencafé“ probiert, das mich allein vom Cover und vom Titel her bereits sehr angesprochen hat.

Titel: Das kleine Friesencafé

Autor: Janne Mommsen

Verlag: rowohlt (klick)

Preis: 16,00 € (Paperback)

ISBN: 978-3-499-00395-0

Es geht um Julia, die dringend eine Auszeit von ihrem Leben braucht. Julia arbeitet gemeinsam mit ihrer Oma Anita in einem eigenen Blumengeschäft, doch sie merkt, dass sie der Alltag langsam erdrückt. Um ihrer Mutter näherzukommen, die starb, als Julia noch ein kleines Kind war, reist Julia nach Föhr. Dort möchte sie die Orte aufsuchen, die ihre Mutter damals bei einer Kur aufgesucht hatte, und diese Orte in einem Gemälde festhalten. Neben dem Malen ist ihre zweite Leidenschaft das Backen. So bietet es sich irgendwann an, dass sie Kuchen backt und sie ihren Besuchern zu einem Unkostenbeitrag von einem Euro anbietet. Langsam aber sicher fühlt sie sich immer wohler auf Föhr, aber sie muss doch zurück nach Gelsenkirchen, in den Blumenladen, oder?

Die Geschichte ist im Grunde genommen wirklich einfach nett. Kapitän Paulsen erhält auch seinen Platz und man erfährt von seinen Schwierigkeiten im Ruhestand anzukommen. Julia lernt liebe Menschen kennen und kann die ganze Zeit das tun, wofür sie brennt: Malen und Backen. Doch so sehr ich die Geschichten von Janne Mommsen eigentlich liebe, so enttäuscht war ich von dieser.

An manchen Stellen war die Schreibe fast schon poetisch und wirklich schon. Doch irgendetwas hat gefehlt. Ich habe lange darüber nachgedacht und konnte für mich nur festhalten, dass die Geschichte nur so dahinplätschert, viel zu schnell wichtige Szenen übergangen werden und alles so selbstverständlich und einfach wirkt. Mir hat die Tiefe gefehlt, die großen Emotionen und das ausführlichere Schildern. Das ist natürlich Geschmackssache, aber ich erinnere mich an die anderen Bücher von Janne Mommsen und weiß um mein Mitfiebern und Mitfreuen. Das hat mir hier leider etwas gefehlt.

Dennoch ist es eine schöne Geschichte, um sich der Nordsee wieder etwas näher zu fühlen. Es macht Lust auf die Leute dort und vor allem auf die Natur, die wiederum sehr schön beschrieben wurde. „Das kleine Friesencafé“ ist der Auftakt zur neuen Friesencafé-Reihe von Janne Mommsen und ich habe schon jetzt beschlossen, dass ich den zweiten Band lesen muss, um mir ein noch besseres und zusammenhängenderes Bild machen zu können.

P.S. Und eine Sache muss ich noch erwähnen: Wie cool ist es bitte, den eigenen Namen auf einem Buch zu sehen??! 😀 Auch wenn Herr Mommsen bekanntlicherweise ein Mann ist … mein Name ist so selten, dass das für mich eine kleine Offenbarung ist 😉

[Rezension] Das Leuchten der Inselblumen

Eine kleine Anekdote aus dem Leben einer Vielleserin: Ich schlage das Buch „Das Leuchten der Inselblumen“ mit Vorfreude auf und erwarte eine schöne Nordsee-Geschichte, die mich zumindest im Kopf reisen lässt. Ich beginne also zu lesen von Anna auf ihrer Nordsee-Insel, von ihrem Blumenladen und von Roos, die leider verstorben ist. Dann kam ich ins Stutzen. Moment, irgendwie kommt mir das bekannt vor. Spätestens als dann ihr Dackel auch noch auftaucht, war mir klar: Darüber habe ich schon einmal gelesen!

Ein Blick hinten ins Buch bestätigt meinen Verdacht: Es gibt tatsächlich einen ersten Teil und zwar „Der Sommer der Inselblumen“! Aber alle, die an dieser Stelle schon aufhören wollen, die Rezensionen zu lesen, möchte ich beruhigen: „Das Leuchten der Inselblumen“ schließt zwar an Teil 1 an, lässt sich aber auch gut lesen, ohne dass man den ersten Teil kennt. Es wird gekonnt in die Geschichte eingeflochten, was bereits passiert ist, wer wer ist und wie das vorige Buch geendet hat.

Weil der erste Band aber auch so schön war, empfehle ich trotzdem ihn zu lesen 😉

Titel: Das Leuchten der Inselblumen

Autorin: Mina Gold

Verlag: Penguin (klick)

Preis: 10,00€ (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-328-10471-1

Jedenfalls geht es, wie bereits erwähnt, um Anna, die auf der Nordseeinsel Texel ein neues Zuhause gefunden hat. Sie ist mittlerweile mit Ole zusammen, einem Tierarzt, der leidenschaftlich gerne surft. Perfekt wird das Trio durch Annas Dackel, der etwas zu viel auf den Hüften hat.

Anna kämpft aktuell mit ihrem Blumencafé. Seit ihre gute, alte Freundin Roos gestorben ist und der wunderbare Kuchen fehlt, läuft das Geschäft nicht mehr rund. Hinzu kommt die Gerüchteküche, was Anna mit Roos‘ Tod zu tun hat. Doch dann erfährt sie von einer unerwarteten Erbschaft und schöpft neue Hoffnung. Soll das Café vielleicht doch wieder an Fahrt aufnehmen?

Es ist eine wirklich süße, spannende, rührende, lustige Geschichte. Ich habe sie verschlungen, alle Personen ins Herz geschlossen und mitgefiebert. Denn es passiert einiges in diesem Buch! Umso schockierter war ich dann, als das Buch – für mich plötzlich – endete. Dass der nächste Teil erst 2023 erscheint ist ganz frustrierend. Wahrscheinlich habe ich bis dahin wieder vergessen, dass ich die ersten beiden gelesen habe 😉

Jedenfalls ist der Schreibsteil einfach angenehm. Ich konnte vollkommen in der Geschichte versinken, die Sprache war bildhaft, ohne dass sie zu überladen wirkte. Die Personen sind alle wirklich vielschichtig und nicht nur oberflächlich dargestellt. Auch darf man einiges über Menschen und ihre Beweggründe lernen, finde ich. Ganz besonders schön ist jedoch die Liebe zwischen Anna und Ole, die vielen Proben standhalten muss.

Ich kann dieses Buch also wirklich nur wärmstens empfehlen. Es ist gerade jetzt, zu Pandemie-Zeiten, der perfekte Ausflug ans Meer mit viel Herz und freundschaftlicher Wärme.

[Rezension] Das Zimmer aus Samt

Die Ausstrahlung mancher Menschen kann umwerfend sein und lange im Gedächtnis bleiben. So ist es auch bei Marthe de Florian aus „Das Zimmer aus Samt“. Diese Frau erschafft von sich das Bild, das sie gerne sehen möchte und erstrahlt in ihrer Schönheit. Ein Roman voller schöner Dinge und bewegender Geschichten.

Titel: Das Zimmer aus Samt

Autorin: Alyson Richman

Verlag: DIANA (klick)

Preis: 10,99 €

ISBN: 978-3-453-36067-9

Solange möchte einen Roman schreiben, doch ihr geht der Stoff dafür aus. Ihr Vater überwindet sich und stellt sie endlich ihrer Großmutter Marthe de Florian vor, von der sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts gehört hatte. Eine imposante, beeindruckende Geschichtenerzählerin wartet auf die junge Solange. Im Roman reisen wir in die Vergangenheit, in der Marthe selbst noch eine junge Frau gewesen ist. Sie hat sich damals ein neues Leben geschaffen – in einem goldenen Käfig.

Währenddessen die Geschichte von Marthe ausführlich erzählt wird, erlebt Solange auch im eigenen Leben einiges. Sie lernt einen jungen Mann kennen und lieben. Doch dann wird Paris von den Deutschen besetzt und die Angst um ihren jüdischen Freund wird immer größer.

Der Roman „Das Zimmer aus Samt“ spielt sich auf zwei Zeitebenen statt. Ganz besonders die, in der die Geschichte von Marthe de Florian erzählt wird, hat mich gefesselt. Aus armen Verhältnissen stammend, hat sich Marthe ein Leben geschaffen, das ihr vollkommen genügt und von dem sie mit strahlenden Augen erzählt. Ich mochte die Beschreibungen der Zeit, die Menschen, die Marthe auf ihrem Weg begleitet haben und die Kunst, die in wunderbarer Ausführlichkeit beschrieben wird.

Solange war ebenfalls nett kennenzulernen, auch wenn für mich ehrlich gesagt ihre Geschichte etwas untergegangen ist. Das mag aber schlichtweg daran liegen, dass mich Marthe abgelenkt hat. Dennoch ist dieser Roman zwar ohne große Überraschungen und Spannung, aber dennoch fast schon eine liebevolle Umarmung, die einfach gut tut. Ich kann „Das Zimmer aus Samt“ auf jeden Fall empfehlen.

[Rezension] Dein erster Blick für immer

Liebe auf den ersten Blick – kann es sie geben? Die Meinungen dazu gehen wahrscheinlich weit auseinander und es hängt immer davon ab, wer bereits welche Erfahrungen gemacht hat. Doch Maya aus „Dein erster Blick für immer“ ist davon überzeugt. In dem Roman geht es um eine romantische Liebe auf den ersten Blick zu einem Mann, den Maya nur aus dem Zug kennt.

Titel: Dein erster Blick für immer

Autorin: Zoe Folbigg

Verlag: Luebbe (klick)

Preis: 11,00€ (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-404-18350-0

Maya arbeitet in einem großen Modeunternehmen und pendelt nach London. Die Menschen in den Pendler-Zügen sind fast täglich die gleichen. Doch dann entdeckt sie eines Tages einen Mann. Er ist neu im Zug und fasziniert sie vom ersten Augenblick an. Nein, mehr: sie verliebt sich schlagartig und von Kopf bis Fuß in ihn. Es vergehen Wochen und Monate, bis sie ihn endlich mit einem Zettel auf sich aufmerksam macht.

Meine Meinung

Die Idee dieser Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich war schon ganz gespannt, wie diese zarte Liebesgeschichte auflaufen wird. Ehrlich gesagt hatte ich mich etwas in Richtung „Nicolas Barreau“ gerechnet. Gut, das ist schon eine große Herausforderung, weil ich diesen Autor schlichtweg liebe. Doch die Geschichte hat mich daran erinnert.

Leider konnte mich die Umsetzung dann doch nicht so überzeugen. Ich war etwas irritiert und hilflos, als die Geschichte in der Zukunft begann, urplötzlich in die Vergangenheit zurückhüpfte, um dann wieder in der Gegenwart anzukommen. Vielleicht hat mir die Kennzeichnung nicht ausgereicht, vielleicht habe ich aber auch einfach nicht damit gerechnet und war deshalb nicht aufmerksam genug 😉 Aber irgendwie hat mich das aus dem Konzept gebracht.

Doch Maya, die mir absolut sympathisch war, hat mich dennoch in ihren Bann ziehen können. Was für eine liebe Persönlichkeit! Schade nur, dass der Spannungsbogen im Buch nicht sonderlich ausgeprägt war. Es plätscherte oft nur so dahin – und zusätzlich waren manche Beschreibungen einen Tick zu ausführlich. Beispielsweise, wie Maya die Macarons macht, oder wie manche Outfits bei ihr auf der Arbeit aussehen. Ich finde Beschreibungen toll, wirklich. Aber es gibt eine goldene Mitte, die hier für meinen Geschmack überschritten wurde.

„Dein erster Blick für immer“ wird nicht mein neues Lieblingsbuch und ich werde es sehr wahrscheinlich auch nicht noch einmal lesen, doch dieser Roman hat mich trotzdem mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurückgelassen. Allem zum Trotz: Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es war eine wärmende Liebesgeschichte.

[Rezension] Happy ever after – Wo das Glück zu Hause ist

Manche Autoren können mit jedem einzelnen Buch überzeugen. Der Schreibstil fesselt einen und man ist sofort tief in die Geschichte versunken. So geht es mir mit Jenny Colgan. Jeder, der die Bücher zur kleinen Bäckerei am Strandweg geliebt hat, wird sich wahrscheinlich ebenso wie ich freuen, dass sie auch weitere Bücher schreibt. Fantastische Bücher. Keine Sorge, es ist kein Abklatsch der kleinen Bäckerei – ihr könnt ruhigen Gewissens auch die anderen Bücher von ihr lesen. Diese sind mindestens ebenso zauberhaft und einfach herzerwärmend. Gerade wenn du von Büchern nicht genug bekommst und sogar in Büchern von Büchern lesen magst, ist das heutige Buch genau das Richtige für dich: „Wo das Glück zu Hause ist“.

Titel: Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist

Autorin: Jenny Colgan

Verlag: PIPER

Preis: 11,00 € (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-492-31634-7

Nina liebt Bücher über alles. Wenn es ihr gut geht, liest sie, wenn es ihr schlecht geht, liest sie. Kein Wunder, dass sie auch ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat und Bibliothekarin geworden ist. Es war ein Job, der ihr viel Spaß gemacht hat und sie war zufrieden. Es hätte immer so weitergehen können – wären nicht die Gelder gestrichen worden und hätte sie nicht eben diesen Job verloren. Nina weiß gar nicht wohin mit sich, sie wollte doch nie etwas anderes machen! Zudem steht sie sich mit ihrer schüchternen, eher ruhigeren Art selbst im Weg, um für einen neuen Job in Betracht gezogen zu werden. Doch dann nimmt sie an einem Teamtraining teil und entdeckt ihren Wunsch von einer eigenen Buchhandlung neu. Sie will in eine mobile Buchhandlung eröffnen! Doch der „Bus“ dafür ist in Schottland und größer als gedacht. Sie kann ihn nicht mit zurück nach Hause nehmen. Dann tut Nina etwas , das sie selbst nie von sich gedacht hätte: Sie wagt ein Abenteuer und zieht kurzerhand nach Schottland und verwirklicht ihren Traum von einer eigenen Buchhandlung!

Jenny Colgan erschafft mit Nina wieder einmal eine durchweg sympathische Figur, die man einfach ins Herz schließen muss. Sie wirkt wie du und ich und hat somit auch ihre Besonderheiten und Macken. Vor allem tut sie aber eins: Sie liebt Bücher. Das zieht sich den gesamten Roman durch und macht beim Lesen gleich noch mehr Lust auf Lesen! Außerdem wollte ich nach dem Buch unbedingt eines: Nach Schottland! Die Beschreibungen der Landschaften sind so gelungen, ich hatte wunderschöne Bilder im Kopf – die sich im Nachhinein, nach einer kleinen Internetreise nach Schottland, auch bestätigt haben. Es ist einfach ein Traum.

Das Cover ist anders gestaltet als die bisherigen Bücher von Jenny Colgan, was mir aber besonders gut gefällt. Es ist nämlich eine Geschichte mal ab vom Meer und mit einem anderen Thema, deshalb passt das neue Cover hervorragend.

Ich habe das Buch verschlungen, habe mitgelitten, mich mitgefreut und neuen Abenteuergeist in mir entdeckt. „Wo das Glück zu Hause ist“ ist regelrecht eine Hommage an das Lesen und das Entdecken. Ich kann es wärmstens empfehlen.

[Rezension] Winterzauber in Notting Hill

Bunte Häuser, eng aneinander gereiht, kleine Geschäfte mit verrückten Dingen – Notting Hill in London ist ein Stadtteil voller Charme. Hier spielt auch der Roman „Winterzauber in Notting Hill“, der perfekt für gemütliche Lesetage in der Weihnachtszeit ist.

Titel: Winterzauber in Notting Hill

Autorin: Mandy Baggot

Verlag: Goldmann (klick)

Preis: 10,00€ (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-442-48837-7

Isla liebt ihren Stadtteil, in dem sie gemeinsam mit ihrer Schwester Hannah aufgewachsen ist. Sie liebt die Geschäfte, die Menschen, die Restaurants – einfach alles. Und ihr Zuhause gibt ihr Geborgenheit und ein Gefühl von Sicherheit. Etwas, das sie sich mühsam aufgebaut hat, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen und ihre Schwester Hannah durch den Unfall an den Rollstuhl gefesselt wurde. Aber gemeinsam bleiben sie ruhig und machen weiter – das Lebensmotto von Isla.

Seit dem Unfall sind schon 5 Jahre vergangen und die Schwestern leben weiterhin im Elternhaus in Notting Hill. Weihnachten steht bald an und sie können es kaum abwarten. Gerade Isla hat viel zu tun, um die legendäre Weihnachtsfeier ihrer Firma zu organisieren und natürlich das Haus zu schmücken. Doch dann taucht Chase auf, ihr neuer Chef und CEO der Firma. Isla soll seine persönliche Assistentin werden, was ihr überhaupt nicht gefällt. Und dann hat er auch noch diese völlig hirnrissige Idee, in London einen riesigen Hotel-/Freizeitpark-Komplex zu bauen. Isla mag diese Idee überhaupt nicht, fügt sich aber ihrem Schicksal um ihren Job behalten zu können. Mit der Zeit merkt sie jedoch, dass Chase auch nette Seiten an sich hat und ein interessanter Mann ist. Seine Kinder, die ihn in London besuchen, wachsen ihr auch langsam ans Herz. Doch gerade als sich Chase und Isla näherkommen, erfährt sie ein schreckliches Geheimnis, das ihr den Boden unter den Füßen wegzieht.

Zur Weihnachtszeit liebe ich einfach Weihnachtsromane. Sie sprühen regelrecht vor Liebe und zauberhaften Momenten. So auch „Winterzauber in Notting Hill“. Der Schauplatz Notting Hill hat mir in den Beschreibungen so gut gefallen, dass ich mir mehrere Fotos angesehen habe und danach beschlossen habe, dass ich dort unbedingt mal hin muss. Es ist wunderschön! Mandy Baggot schafft es in ihrem Roman die weihnachtliche Stimmung in den Gassen perfekt zu beschreiben. Ich selbst liebe Weihnachten über alles und deshalb war mir Isla direkt sympathisch. Ganz besonders gut gefallen hat mir aber auch Hannah, die mit ihrer erfrischenden Art für Bewunderung sorgt. Anstatt sich traurig ihrem Schicksal zu fügen, macht sie das Beste daraus und ist fröhlicher als manch anderer, der nicht im Rollstuhl sitzt. Sie kämpft um ihre Freiheit und Selbstständigkeit, die Isla zwar nur langsam, aber dann doch irgendwann schweren Herzens gewährt.

Auch Chase ist ein interessanter Charakter, der mir anfangs noch leicht unsympathisch gewesen ist. Kleinere Blicke hinter seine Fassade wurden gewährt, aber ich habe es gehasst, dass er seine Pläne, weshalb er eigentlich in London ist, nicht von Anfang an offenbart. Doch mit der Zeit musste auch ich, wie Isla, feststellen, dass ein guter Kerl hinter der Mauer steckt, der voller Liebe für seine Kinder ist.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Flüssig, leicht zu lesen und in den einzelnen Situationen wird immer wieder mal die Perspektive gewechselt, was für etwas mehr Würze sorgt. So sieht man direkt, wie beispielsweise Isla die Situation sieht, aber auch wie Chase das Ganze empfindet. Zum Haare raufen 😉 Meiner Meinung nach war die Geschichte sehr vorhersehbar, aber ist es nicht genau das, was wir gerade suchen? Etwas mehr Vorhersehbarkeit, etwas mehr Gewissheit. Für mich war das nicht weiter schlimm und ich habe die Geschichte gerne gelesen. Ich kann „Winterzauber in Notting Hill“ als gemütlichen, warmherzigen Roman in einem wunderschönen Stadtteil sehr empfehlen.